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Hans im Glück träumt.
Ich zünd eine Kerze an, suche nach Duftöl,
irgendwie muss ich meinem Körper klar machen, dass es keinen Grund
gibt in Panik zu verfallen. Ich bin daheim im Bett, meine Augen
beweisen das, mein Tastsinn beweist das,
aber mein Kopf sagt, Scheiß drauf, ich weiß
es besser. Wir sind noch immer, schon wieder in dieser beschissenen
Wand. In der ich eine Nacht gehangen bin mit einem schwer verstauchten
Bein und keinem Proviant und kalt war es. Dann Rettungshubschrauber
und alles wieder gut.
Heute kletter ich sogar wieder. Nur mein Körper wacht in der
Nacht auf und erinnert sich an die Angst,
die so groß war, dass sie nicht mehr da war. So wie Luft nicht da
ist. Weil du eh schon weißt, dass es vorbei ist. Denn du kommst
nie im Leben aus eigener Kraft aus dieser Wand wieder raus und du
bereust, dass du jemals auf die (ziemlich fixe) Idee gekommen bist,
reinzuklettern. Schlecht vorbereitet warst du gar nicht, doch der
Berg ist tückisch, auch wenn er meistens dein Freund ist. Er ist
ein schlechter Freund, denn du bist ihm egal. Er ist einfach nur
da, ob du hochkletterst oder nicht, ob du alles
gibst und den Berg verfluchst, ob du glücklich am Gipfel sitzt,
ob sich grad dein Leben ändert, weil du den Schweinehund Schwachheit
besiegt hast, nicht den Berg, sondern dich selbst, oder ob sich
grad dein Leben ändert, weil du sterbend in der Wand hängst - dem
Berg ist das egal.
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