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Meine Hand will sie berühren und meine Hand
weiß viel.
Und weil Timing alles ist, hör ich auch schon die
Türglocke, Sabine seufzt und geht zum Öffner. Ich
hätt nicht gedacht, daß du so spießig bist, murmelt
sie noch resigniert. Ich hätt gehofft,
du freust dich mit mir, dir könnt's ich's erzählen. Ich mein, ich
weiß schon, wie einige reagieren werden, meine Eltern und so halt
Leute, die einfach nur blöd reden wollen, aber du? Ich mein, es
ist ja nicht so, als wär ich über dich hergefallen, ich hatte nur
eine schöne Nacht mit einem Mädel, was ist daran so schwer zu verstehen?
Anja, jetzt sag doch irgendwas.
Das Mädel, kommt rein, und lächelt. Weiß nicht so recht, ob es erst
Hallo sagen soll, oder doch Sabine küssen, und überhaupt. Entscheidet
sich für Hallo und neutralen Wangenkuß und ich hab noch immer nichts
gesagt. Sie schaut gut aus. Es wird langsam unangenehm.
Sabine weiß auch nicht, wie mit meinem Schweigen umgehen, aber ich
kann nichts machen: Ich, ich wollte doch
Sabine küssen und in den Arm nehmen, nicht nur schwesterlich,
sondern eben auch anders, aber den Mut hab ich nie gehabt, ich konnte
doch auch nicht wissen.
Daß.
Ich steh auf, schmeiß dabei die Kaffeetasse um, und sag endlich
doch was: Ich muß gehen.
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